(01.02.) Weniger Gas

Aufgrund des gestiegenen Energieverbrauchs in Russland verringert der Staatskonzern Gazprom seine Gaslieferungen nach Europa deutlich. Mit den Vorräten müsse zunächst der Bedarf der russischen Kunden gedeckt werden, meldete die Agentur Interfax. Wegen des auch für russische Verhältnisse ungewöhnlichen Frosts ist der Gasverbrauch erstmals auf zwei Milliarden Kubikmeter pro Tag gestiegen.

So seien etwa durch die Jamal-Europa-Pipeline von Russland über Weißrussland und Polen nach Deutschland am 31. Januar zehn Prozent weniger Gas geflossen als in den vergangenen Tagen. Für Italien nannte Interfax Einbußen in Höhe von rund acht Prozent.

(30.01.) Anstieg

Die Branchenstatistik des Bundesverband Wärmepumpe (BWP), Berlin, weist für 2011 einen deutlichen Anstieg der Absatzzahlen aus: Mit 57.000 Stück wurden im Vergleich zum Vorjahr 11,8 Prozent mehr neue Heizungswärmepumpen in Deutschland installiert.

So wurden mit 32.600 Luft/Wasser-Wärmepumpe im vergangenen Jahr 27,8 Prozent mehr Geräte verkauft als 2010. Der Absatz von Wasser/Wasser-Wärmepumpen lag mit insgesamt 24.400 Geräten 0,7 Prozent über den Zahlen von 2010. Damit haben die Luft/Wasser-Wärmepumpen 2011 ihren Marktanteil auf 57,2 Prozent ausgebaut.

Um das Marktpotenzial der Geothermie voll zu nutzen, brauche es eine sichere und annehmbare Genehmigungspraxis und Förderrichtlinien, die sich an den im Vergleich höheren Investitionen orientierten, so der BWP, in dem rund 700 Handwerker, Planer und Architekten sowie Bohrfirmen, Heizungsindustrie und Energieversorger organisiert sind.

(27.01.) Im Dunkeln

Nur jeder dritte Deutsche kennt die genaue Höhe seiner Stromkosten. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 2.000 Bundesbürgern im Auftrag der Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). 33 Prozent haben nur eine ungefähre Vorstellung von den jährlichen Ausgaben für Strom und 32 Prozent gar keine.

"Es lohnt sich für jeden Haushalt, bei den Stromkosten genau hinzusehen", betont Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Strom ist ein kostbares Gut. Das wird in Zukunft noch mehr gelten als bisher. Wer Strom spart, sichert sich gegen den Anstieg der Stromkosten ab und leistet einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Denn jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, muss gar nicht erst hergestellt werden."

(25.01.) Licht aus

Großverbraucher sollen für den Stromverzicht bis zu 60.000 Euro Prämie erhalten. Industrieunternehmen sollen künftig Geld bekommen, wenn ihnen aus Gründen der Netzsicherheit notfalls der Strom abgestellt werden darf. Das sieht eine neue Abschaltverordnung vor. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Für die Bereitschaft, im Falle von Engpässen kürzerzutreten, soll es ein Entgelt von höchstens 60.000 Euro je Abnehmer und Jahr geben.

Die Maßnahme soll dazu dienen, angesichts von Atomausstieg und einer schwankenden Versorgung mit Solar- und Windenergie eine zu jeder Zeit stabile Energieversorgung zu sichern. Da nur wenige Großverbraucher dafür infrage kommen, dürften die Mehrkosten nach Schätzung der Regierung höchstens 102 Millionen Euro pro Jahr betragen. Infrage kommen besonders Aluminium- und Zinkhütten und die Chemieindustrie. Auch die Bereiche Papier und Glas könnten über Kapazitäten verfügen.

(23.01.) Wissenschaftler fordern mehr Einsatz beim Energiesparen

Führende Energie-Experten haben Bundesregierung und Bundestag zu größeren Anstrengungen bei der Senkung des Energieverbrauchs aufgefordert. Dies schreiben die Wissenschaftler in einem offenen Brief, den das Online-Portal "Zeit online" veröffentlichte. Das Schreiben richtete sich an die Mitglieder der Bundesregierung und die Bundestagsausschüsse für Umwelt und Wirtschaft. Die Experten kritisierten darin, dass in Deutschland bislang vor allem die Themen Elektromobilität, Kraftwerksneubau und Netzausbau mit "Geld und Aufmerksamkeit bedacht" würden. Dabei sei gerade die Senkung des Verbrauchs "unabdingbare Voraussetzung" dafür, dass der Bedarf schneller und kostengünstiger aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden könne.

Der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Dachverband der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände, begrüßte das Statement. "Die Wissenschaftler zeigen, dass Energiesparen Vorteile für Umwelt, Wirtschaft und Verbraucher bringt, dass aber die Bundesregierung diese Chancen verschläft", sagte dessen Präsident Hubert Weinzierl.

(11.01.) Autos teilen

Gut 50 Prozent der deutschen Autofahrer wüssten, welches Prinzip sich hinter Carsharing verberge. In Großstädten, wo sich die Angebote derzeit hauptsächlich konzentrieren, sind es laut einer Umfrage der TEMA-Q Marktforschung sogar rund 73 Prozent. Die tatsächliche Nutzungsrate ist derzeit zwar noch sehr gering, aber immerhin ein Viertel der Großstädter kann sich vorstellen, derartige Angebote zukünftig zu nutzen.

Generell sehen jüngere Autofahrer Carsharing als Alternative. Bei den unter 40-Jährigen können sich 20 Prozent vorstellen, es zu nutzen, während bei den ab 40-Jährigen nur noch für jeden Zehnten infrage kommt. Bei den potenziellen Nutzern sehen 41 Prozent Carsharing als echte Alternative zum Autokauf, die Mehrheit eher als Ergänzung zum schon vorhanden Fahrzeug. Carsharing-Anbieter sind den meisten unbekannt. Zu den bekanntesten Anbietern zählt jedoch Flinkster der Deutschen Bahn AG.